Zusammenarbeit Oberstufe – Lehrbetriebe in Baden-Württemberg

Ich lese von einer Form der Zusammenarbeit, die vor allem für kleinere Lehrbetriebe mit freien Lehrstellen von Interesse sein könnte:

In Baden-Württemberg blieben zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres insgesamt rund 5.500 Ausbildungsstellen unbesetzt. Bildungspartnerschaften helfen, Unternehmen und Jugendliche zusammen zu bringen«, erklärte Wirtschaftsminister Schmid heute (2.1.13) in Stuttgart. »Bildungspartnerschaften sind gerade für die kleinen Betriebe in Baden-Württemberg wichtig, denn sie haben am meisten Probleme, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen«, so der Minister.

Bildungspartnerschaften ermöglichen beispielsweise Praktika und Arbeitsplatzerkundungen in Betrieben. Unternehmen können branchenspezifische Berufsbilder bekannter machen und die Attraktivität ihrer Ausbildungsberufe vermitteln.

Kleine Unternehmen sind häufig personell und finanziell nicht in der Lage, Partnerschaften aus eigener Kraft zu organisieren. Sie sind deshalb bei den Bildungspartnerschaften, die bereits rund 80 Prozent der allgemein bildenden weiterführenden Schulen abgeschlossen haben, noch deutlich unterrepräsentiert.

Mit insgesamt rund 840.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) fördert das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Koordinatoren, die Bildungspartnerschaften von kleinen Betrieben im Verbund – insbesondere aus dem Handwerk – mit allgemein bildenden Schulen initiieren, erweitern und aktiv betreuen. Insgesamt werden 12,5 Koordinatorenstellen bei elf Trägern in den Regionen Baden-Württembergs ermöglicht.