… und in Deutschland voll im Trend

Nicht nur die NZZ berichtet von dualen Hochschulstudien – gemäss dem Deutschen „Handelsblatt“ liegen solche Modelle voll im Trend, bei Firmen, bei Hochschulen und vor allem bei Abiturient/innen. „Als Duales Studium wird ein Studium an einer Hochschule oder Berufsakademie mit integrierter Berufsausbildung bzw. Praxisphasen in einem Unternehmen bezeichnet,“ wird auf der Website „AusbildungPlus“ definiert, die sich an ratsuchende Abiturient/innen wendet.Gemäss der Online-Ausgabe vom 3.1.2011 des Handelsblatt, werben Grossfirmen vermehrt Abiturient/innen an und bilden sie zusammen mit Berufsakademien oder Fachhochschulen aus, so die Deutsche Telekom („Angebot innerhalb von zwei Jahren von 200 auf rund 900 Plätze gesteigert“) und die Deutsche Bundesbahn („stockt die Zahl der dual Studierenden von derzeit 600 auf 625 auf“). Gemäss BiBB Bonn nutzen 2274 Unternehmen „diese neue Form der Mitarbeiter-Rekrutierung“. Die Zahl der Studiengänge stieg um fast 13 Prozent auf 776, diejenige der dual Studierenden 9% auf 51’000. Schwerpunkt: Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwesen. Auf einen Platz kommen 50 Bewerbungen, bei einzelnen Unternehmen melden sich sogar mehr als 1 000 Interessierte.
Baden-Württemberg hat die Berufsakadmien, wo seit Jahrzehnten einzelne Studiengänge dieser Art existieren (sog. Assistentenberufe), zu Hochschulen aufgewertet. Ein zweiter Schwerpunkt bildet gem. Handelsblatt Nordrhein-Westfalen.
Im Gegensatz zu Genf sind die deutschen Universitäten an Studien zusammen mit Unternehmen jedoch wenig interessiert. Eine Ausnahme bilde Erlangen-Nürnberg. Diese Universität arbeitet eng mit Siemens zusammen, die seinerseits mit 15 Hochschulen kooperiere.

Kritik gibt es seitens einzelner Hochschulen aber auch einzelner Betriebe: Gemäss der zitierten BIBB-Studie würden Schmalspurakademiker ausgebildet. Die Handelszeitung zitiert aus diesem Bericht: Betriebe, beklagten, dass „durch die zunehmende Ausrichtung der dualen Studiengänge auf die Bedürfnisse der Wirtschaft, die Allgemeinbildung und die Persönlichkeitsbildung auf der Strecke bleiben.“