1500 aus der Sozialhilfe in eine Lehre gebracht.

„Wir haben durch die Änderung der finanziellen Anreize 1500 junge Erwachsene aus der Sozialhilfe in eine Lehre gebracht.“ erklärt Bundesratskandidat Pierre-Yves Maillard in einem Interview im TA, 25. November 2011.
Er spricht vom Projekt FORJAD, wahrlich einer vorbildlichen Leistung: Unter bestimmten Bedingungen erhalten Personen zwischen 18 und 25 Stipendien statt Sozialhilfe und so die Möglichkeit, eine berufliche Grundbildung nachzuholen. 10 Gesetze und Verordnungen mussten dazu geändert werden. Erfolgreich gelöstes Hauptproblem: Stipendien werden vom Kanton vergeben, Sozialhilfe von den Gemeinden.
Mehr dazu: Abklärungen und Bericht über unsere Veranstaltung, druchgeführt zusammen mit VALIDA im Rahmen des Projekts „Zweite Chance„.

Jugendliche aus der Sozialhilfe holen und in die Berufsbildung eingliedern

Dies sei eines der zentralen Fortschritte der Waadtländer Sozialpolitik, sagt der Waadtländer Gesundheitsdirektor und BR-Kandidat Pierre-Yves Maillard. Gemeint ist damit das Programm FORJAD, tatsächlich eine beeidruckende Leistung der Politik: 10 Gesetze und Verordnungen wurden koordiniert so abgeändert, dass dank interinstitutioneller Zusammenarbeit Jugendliche und junge Erwachsene die nötigen Mittel erhalten um eine berufliche Grundausbildung nachzuholen.

Giesskanne?

Der Kanton Waadt zahlt jedem und jeder Jugendlichen in der Berufsbildung monatlich 80 CHF. So bestimmt es das kantonale Berufsbildungsgesetz vom 9. Juni 2009 Art. 14: Les prestataires de la formation à la pratique professionnelle versent un montant forfaitaire annuel de remboursement des
frais professionnels de 960 frs.“
Aber auch die Betriebe kommen nicht zu kurz: 1139 Firmen schufen in der Waadt 2009 eine neue Lehrstelle und erhielten deshalb 5000 CHF aus dem kantonalen Fonds zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Weitere 1551 erhielten immerhin 500 CHF, weil sie eine frei gewordene Lehrstelle wieder besetzten.

Die gesetzlichen Regelungen zur Berufsbildung der Kantone findet man übrigens sehr bequem über einen Link auf der SBBK-Website.

VD: Stellensuchende testen ihr Potenzial im Verkauf

Das Waadtländer Arbeitsamt und die Genossenschaft „Démarche“ haben ein fünftägiges Programm entwickelt, das den Teilnehmenden ermöglicht, ihre Verkaufsfähigkeiten zu erproben. Es handelt sich um ein Bewertungssystem, das auf den Beobachtungen „on the job“ basiert. Diese Massnahme wird in einem Lausanner Laden durchgeführt. Seit 2008 haben bereits 150 Personen daran teilgenommen, worunter rund 75% ihr Verkaufstalent bestätigt sahen.
Mehr (nur Französisch)
(PANORAMA.aktuell 7.7.2009)

VD: Regierung unterstützt Ausbildungsbetriebe und Lehrlinge in Schwierigkeiten

Wegen der schwierigen Wirtschaftskonjunktur will der Waadtländer Staatsrat den Einstieg der Jugendlichen in eine berufliche Ausbildung unterstützen. Fünf Millionen aus dem kantonalen Fonds zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit werden zur Verfügung gestellt, um die Betriebe finanziell zu ermutigen, Lernende einzustellen. Weiter werden die Betreuungs- und Hilfeleistungen für Lernende mit persönlichen Schwierigkeiten verstärkt.
Pressemitteilung (nur Französisch)
Präsentation der Massnahmen (nur Französisch)
(PANORAMA.aktuell 9.6.2009)

Lausanne: Wirtschaft und Stadt fördern Lehrstellen mit Preisen

2003 hat die „Société Industrielle et commerciale“ (SIC) in Lausanne einen Preis ausgeschrieben, um einen Unternehmer, der zum ersten Mal ausbildet, oder eine Firma, die sich stark für die Ausbildung von Lernenden einsetzt, zu belohnen. Seit 2008 vergibt die Stadt Lausanne einen ähnlichen Preis. Die beiden Preisträger erhalten einen Betrag von 300 Franken pro Monat während der gesamten Dauer der Berufslehre. Wenn der oder die Lernende die Lehrabschlussprüfung besteht, erhält er oder sie einen Betrag von 500 Franken. Das Preisreglement des SIC und der Stadt Lausanne ist einzusehen unter www.sic-lausanne.ch
(PANORAMA.aktuell 12.5.2009)

Vaud: Prämien für Lehrstellen

Der Kanton Waadt zahlt 2009 und 2010 für jede neu geschaffenen Lehrstelle 5000 Franken und finanziert Praktika für Jugendliche, die ins Erwerbsleben einsteigen. Diese und andere Massnahmen zur Berufseingliederung sind Teil der antizyklischen Finanzpolitik, mit der der Kanton Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit bekämpfen will.
Weitere Informationen auf Seite 24 der Presseunterlagen
(PANORAMA.aktuell 14.4.2009)

VD: Der Staatsrat äussert sich zu Kompetenztests

In seiner Antwort (französisch) auf zwei parlamentarische Interpellationen äussert sich der Waadtländer Staatsrat zu Kompetenztests wie Multicheck oder basic-check. Er hält diese zwar nicht für unbedingt notwendig, stellt aber fest, dass sie für die Arbeitgeber eine Selektionshilfe bei der Auswahl der Lernenden sind. Der Staatsrat sieht die kantonale Referenzprüfung für die Schülerinnen und Schüler des 8. Schuljahrs, die das DFJC (Département de la formation, de la jeunesse et de la culture) im Mai 2007 eingeführt hat, als Alternative zu den Tests.
(PANORAMA.aktuell 14.4.2009)

VD: Mittelschul- und Berufsbildungsamt neu organisiert

Die ‚Direction générale de l’enseignement postobligatoire‘ (DGEP) (Direktion der nachobligatorischen Bildung) wurde neu organisiert. Seit dem 1. Februar setzt sie sich aus drei Abteilungen zusammen. Eine davon wird sich um die Schulen kümmern (Gymnasien und Berufsfachschulen), die andere um die Ausbildung im Betrieb. Eine dritte Abteilung ist für Planung, Kommunikation und weitere allgemeine Verwaltungsaufgaben zuständig ( vgl. Organigramm , französisch).
Weitere Informationen (französisch), Kontakt: Séverin Bez, 021 316 63 06, maito:severin.bez@vd.ch
(PANORAMA.aktuell 31.3.2009)

VD: Lehre von der Krise noch verschont

Die ‚Direction générale de l’enseignement postobligatoire‘ (Direktion der nachobligatorischen Ausbildung) des Kantons Waadt traf kürzlich mit dem kantonalen Arbeitgeberverband zusammen. Dabei wurde festgestellt, dass es keine Anzeichen einer Abnahme der Lehrstellen gebe, auch wenn in den exportorientierten Unternehmen mit einem Rückgang gerechnet werden müsse. Sollte die Krise länger dauern, werde sich dies in der Berufsbildung verzögert – im Jahr 2010 – bemerkbar machen.
(PANORAMA.aktuell 31.3.2009)

VD: Stipendien statt Sozialhilfe für Jugendliche ohne Berufsausbildung

Der Waadtländer Staatsrat will jugendliche Sozialhilfebezüger/innen ohne abgeschlossene Berufsausbildung künftig mit Stipendien statt mit Sozialhilfe unterstützen. Bedingung ist, dass die Jugendlichen an einem Eingliederungsprogramm teilnehmen. Falls der Grosse Rat der Vorlage zustimmt, können über 1300 Waadtländer Familien ab 2010 von einer beträchtlichen Erhöhung der ausbezahlten Stipendien profitieren.
Nähere Information über die Vorlage (französisch)
(PANORAMA.aktuell 17.3.2009)

VD: Arbeitgeber unterstützen Jugendliche beim Eintritt ins Arbeitsleben

Unter dem Titel „Réussir son orientation et son insertion professionnelles“ (Erfolgreiche Berufswahl und -eingliederung) lancierte der Arbeitgeberverband des Kantons Waadt ein neues Programm. Es soll Jugendlichen und deren Eltern helfen, den Übergang von der obligatorischen Schule ins Berufsleben oder in ein Studium zu meistern. Das Programm richtet sich auch an Jugendliche mit schulischem Misserfolg sowie an Lernende beim Lehrabbruch. Das Programm beginnt mit einem „diagnostischen“ Gespräch, das es erlaubt, auf die Bedürfnisse abgestimmte Leistungen zu planen.
Weitere Informationen hier
(PANORAMA.aktuell 17.3.2009)

Berufliche Integration: Zwischenbericht über Massnahmen im Kanton Waadt

Immer mehr Jugendliche haben Mühe, nach der obligatorischen Schulzeit eine Ausbildung zu finden. Das heisst es in einem Bericht aus dem Kanton Waadt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, sind bereits verschiedene so genannte „transitorische“ Lösungen entstanden. Im Kanton Waadt ist das Office de perfectionnement scolaire, de transition et d’insertion professionnelle (Opti) für entsprechende Massnahmen verantwortlich. In einem kürzlich erschienen Zwischenbericht gibt Karin Bachmann Hunziker einen Überblick über die Ausbildungs- oder Berufssituation von Jugendlichen zwei Jahre nach den Opti-Massnahmen.
Bericht publiziert vom URSP – Unité de recherche pour le pilotage des systèmes pédagogiques (französisch)
(PANORAMA.aktuell 20.1.2009)