Validierung von Bildungsleistungen: Neue Zuständigkeiten

Ende 2009 wurde das nationale Projekt „Validierung von Bildungsleistungen“ des BBT abgeschlossen. Die mit der Validierung verknüpften Aufgaben werden nun von den Verbundpartnern (Bund, Kantone, OdA) wahrgenommen. Die Arbeitsgruppe „Validation des acquis“ der SBBK stellt neu die Koordination sicher. Das aus dem Projekt entstandene Internetportal [www.validacquis.ch|http://www.validacquis.ch] wird ab Anfang 2010 ebenfalls von der SBBK-Geschäftsstelle betreut. Es enthält eine Übersicht der Angebote in den Kantonen, sowie Informationen für Fachpersonen und potentielle Kandidierende. Im BBT ist das Ressort berufliche Grundbildung für die Aufgaben zuständig, die der Bund zu erfüllen hat. Dazu zählen die Anerkennung der kantonalen Validierungsverfahren sowie die Genehmigung der Qualifikationsprofile und der Bestehensregeln, die von den Organisationen der Arbeitswelt erarbeitet werden. Ziel ist es, die Validierung von Bildungsleistungen bis 2012 schweizweit zu etablieren. Das BBT wird dazu Anfang 2010 eine Vernehmlassung durchführen.
[Mehr|http://edudoc.ch/record/36344]
[Informationen in Italienisch|http://edudoc.ch/record/36345]

„Rose Valida“: Pionierleistungen ausgezeichnet

Im Anschluss an die BBT-Jahrestagung „Validierung von Bildungsleistungen“ hat der [Verein Valida|http://www.valida.ch/] am 15. Dezember in Bern zum ersten Mal einen Preis an eine Person und an eine Organisation verliehen, die sich um die Anerkennung nicht formaler Lernleistungen verdient gemacht haben. Die „Rose Valida“ ging zum einen an Roland-Henri Gardel, Direktor der Ramelet SA und kantonaler Chefexperte für die Lehrabschlussprüfungen der Metallkonstrukteure des Kantons Waadt. Er hatte initiiert, dass der kantonale Fähigkeitsausweis für den Metallkonstrukteur im Kanton Waadt seit 2007 auch durch die Validierung nicht formaler Lernleistungen erworben werden kann. Der andere Preisträger ist der Schweizerische Verband für Weiterbildung [SVEB|http://www.alice.ch/de/sveb/]. Der SVEB habe in der [Gleichwertigkeitsbeurteilung|http://www.alice.ch/de/ada/gleichwertigkeit/] Pionierarbeit geleistet und unterstütze die Idee mit seiner Verbandspolitik, begründete Valida-Präsident Ruedi Winkler.

Validierung von Militärausbildungen durch die SKO

Die Schweizer Kader Organisation (SKO) bietet eine Validierung der Ausbildungen von Offizieren an: Leadership-Diplome Stufe 1 für Leutnants, Stufe 2 für Kompaniekommandanten und ein Leadership- und Management-Diplom für Majore und höhere Offiziere. Zurzeit wird diese Validierung der militärischen Ausbildungen lediglich in der Romandie angeboten. In der Deutschschweiz sind entsprechende Verhandlungen im Gang.
Zusätzliche Informationen auf der französischsprachigen Website der [SKO|http://www.cadres.ch], unter der Rubrik „Formation (Reconnaissance des acquis militaires)“

Frankreich: Validierungsverfahren haben 2007 stagniert

Das Validierungsverfahren ist in Frankreich ein Weg um ein nationales berufsbezogenes Diplom zu erlangen. Kürzlich wurden die Zahlen des Jahres Jahres 2007 bekannt gegeben. Während die Anzahl der von einer Jury geprüften Dossiers leicht abnahm (-1,4%, hat die Zahl der Kandidierenden, die ein Diplom erhalten haben (einer von zehn) leicht zugenommen (+1,3%).
Weitere Informationen (nur Französisch)
(PANORAMA.aktuell 12.6.2009)

Berufsberatende: Mit Validierungen zum Abschlussdiplom

In Zukunft können Berufsberatende mit mehrjähriger Berufserfahrung und einschlägigen Kompetenzen ein Validierungsverfahren durchlaufen und den BBT-anerkannten Abschluss „Dipl. Berufs-, Studien- und Laufbahnberater/in“ erlangen. Ein Pilotprojekt ist Ende 2008 gestartet. Im Interview mit der Zeitschrift Panorama erläutert die Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Berufs- und Studienberatung (KBSB), Isabelle Zuppiger, das Projekt. Das Validierungsverfahren bietet für Personen mit entsprechenden Kompetenzen und Erfahrungen eine Alternative zu bestehenden Ausbildungen.
Mehr dazu im Aprilheft 09 der Fachzeitschrift PANORAMA .
(PANORAMA.aktuell 12.5.2009)

Validierung von Erfahrungswissen: Die Universität Genf führt ein

Unter der Bezeichnung „validation des acquis de l’expérience (VAE)“ (Validierung von Erfahrungswissen) wurde erstmals in der Schweiz ein Pilotprojekt für universitäre Ausbildungen lanciert. An der Universität Genf erlaubt die VAE eine Teildispensierung vom Studienprogramm gewisser Bachelors (Informatik, Betriebswirtschaft, Politikwissenschaften, Sozialökonomie und Soziologie). Zum VAE berechtigt sind Kandidat/innen, die über mindestens dreijährige Vollzeit-Berufserfahrung im Bereich des angestrebten Diploms verfügen. Nach erfolgter Anmeldung haben die Kandidierenden ein Dossier zu erstellen, um sich über ihre Kenntnisse und Kompetenzen auszuweisen. Aufgrund dieser Unterlagen werden ihnen dann so genannte ECTS Kreditpunkte gewährt.
VAE Flyer (französisch)
Weitere Informationen
(PANORAMA.aktuell 17.2.2009)

Validierung von Bildungsleistungen: Die weiteren Schritte

An der 4. Jahreskonferenz des Nationalen Projekts Validierung von Bildungsleistungen sind Ende 2008 die Resultate der Arbeiten des letzten Jahres präsentiert worden, darunter das Ergänzungsdokument zum nationalen Leitfaden. Zudem wurde über die weiteren Arbeiten im Hinblick auf den Projektabschluss Ende 2009 informiert. Ein Schwerpunkt liegt auf den Schnittstellen zwischen Kantonen und OdA. Insbesondere soll die interkantonale Vergleichbarkeit der Dossiers sichergestellt werden. Am 15. Dezember 2009 sind der Schlussbericht des nationalen Projekts und Resultate aus der übergeordneten Evaluation zu erwarten.
Dokumentation der 4. Jahreskonferenz und Termine 2009
(PANORAMA.aktuell 3.2.2009)