SG: Kantonsrat will keinen kantonalen Berufsbildungsfonds

Der Kantonsrat des Kantons St.Gallen hat in seiner Juni-Session die Lehrstelleninitiative der Jungsozialisten, mit der die Schaffung eines kantonalen Berufsbildungsfonds gefordert wird, mit 79 zu 21 Stimmen abgelehnt. Ausschlaggebendes Argument war das hohe Engagement der Wirtschaft in der dualen Berufsbildung, das nach Meinung der Ratsmehrheit mit der administrativen und finanziellen Belastung eines kantonalen Berufsbildungsfonds eher gefährdet als zusätzlich gefördert würde. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich im September 2009 statt.
Weitere Informationen: ruedi.giezendanner@ed-abb.sg.ch.
(PANORAMA.aktuell 9.6.2009)

SG: Neuregelung des Zugangs zu Motivationssemestern hat sich bewährt

Der Kanton St. Gallen regelte auf Sommer 2007 in einer Pilotphase den Zugang zu den Motivationssemestern neu. Von diesem Zeitpunkt an wurden Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Anschlusslösung im ersten Jahr nach der obligatorischen Schulzeit durch die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) für die Motivationssemester angemeldet. Vorher erfolgte die Anmeldung durch die RAV. Eine externe Evaluation ergab, dass die Beratungsangebote der BSLB bzw. der RAV einen hohen Anteil der Zielgruppe erreichen. Die Reorganisation wurde im Allgemeinen positiv bewertet. Sie erfolgte ohne nennenswerte Schwierigkeiten.
(PANORAMA.aktuell 14.4.2009)

Fachmittelschule: Schülerinnen besuchen Fachunterricht an einer Berufsfachschule

Wer eine Fachmittelschule besucht, muss sich im ersten Jahr der Ausbildung für ein Berufsfeld (Gesundheit, Soziales, Erziehung, Musik, Gestalten) entscheiden. Im Kanton St. Gallen besuchen nun 38 Fachmittelschülerinnen (Gesundheit) eineinhalb Tage pro Woche das Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe BZGS in St. Gallen, wo sie auf das von ihnen gewählte „Berufsfeld Gesundheit“ vorbereitet werden. Das Fachwissen wird ihnen teilweise von gleichaltrigen Berufslernenden vermittelt.
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(PANORAMA.aktuell 14.4.2009)

SG: Regierung lehnt Lehrstelleninitiative ab

In einem Bericht an den Kantonsrat stellt die Regierung des Kantons St. Gallen fest, dass sie keinen kantonalen Berufsbildungsfonds will, wie ihn die Lehrstelleninitiative der Juso und SP fordert. In der Begründung heisst es, dass sich die bisherige Berufsbildungspolitik des Kantons St. Gallen gut bewährt habe und die Initiative das grosse Engagement der Wirtschaft für die Nachwuchsförderung gefährde. Pressemitteilung
(PANORAMA.aktuell 3.3.2009)

Ältere Stellensuchende: St Gallen betritt Neuland

Unter dem Titel „Vermittlung 50+“ hat das Amt für Arbeit (AfA) des Kantons St. Gallen ein in der Schweiz neuartiges Pilotprojekt lanciert. Schwer vermittelbare, über 50 Jahre alte Stellensuchende werden von ausgewählten privaten Arbeitsvermittlern betreut. Kommt es zu einer unbefristeten und nachhaltigen (mindestens sechs Monate dauernden) Anstellung, erhält der Personaldienstleister eine Prämie von maximal 6’500 Franken. Wenn nicht, wird er mit einer Pauschale von 500 Franken entschädigt. Im Sommer 2009 wird das AfA den Pilotversuch auswerten.
Flyer zu „Vermittlung 50+“ unter http://www.edudoc.ch/record/30356 und Konzeptbericht unter http://www.edudoc.ch/record/30357
(PANORAMA.aktuell 6.1.2009)