Genf bietet eine Fachmaturität „Modedesign“ an.

Die EDK listet für die Fachmittelschulen sechs Fachrichtungen auf: Soziale Arbeit, Pädagogik, Kommunikation und Information, Gestaltung und Kunst, Musik und Theater, Angewandte Psychologie. Die Liste ist nicht abschliessend.

Im Kanton Genf kann nach dem Erwerb des Fachmittelschulausweises an einer Ecole de culture générale in einem weiteren Jahr eine Fachmaturität in den Richtungen Soziale Arbeit, Gesundheit und vier gestalterische Fachmaturitäten erworben werden: architecture d’intérieur, communication visuelle, design mode, design bijou. Der Unterricht für die gestalterischen Richtungen wird von der Ecole des arts décoratifes (EAA) durchgeführt. Der Erwerb der Fachmaturität berechtigt zur Teilnahme am concours d’admission der Genfer Fachhochschule für Gestaltung HEAD.

Duales Hochschulstudium an der Uni Genf

AVENIR SUISSE hat kürzlich vorgeschlagen, an den FHS ein duales Studium für diejenigen Maturand/innen einzurichten, die kein Universitätsstudium absolvieren wollen. Dies rückt bereits bestehende duale Studien ins Blickfeld, zum Beispiel das Masterstudium in International Trading an der Universität Genf.
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GE: Unterstützung für Ausbildungsabbrecher und Jugendliche ohne Abschluss

Seit drei Jahren verfolgt der Kanton Genf eine neue Politik zugunsten von Ausbildungsabbrechern. Im September wird das Hilfsprogramm „Encouragement à la qualification et à l’insertion professionnelle“ (EQUIP) (Förderung von Berufsqualifikation und Wiedereinstieg) in die operative Phase treten. Es bezweckt, Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren ohne Abschluss sowie Ausbildungsabbrecher aus der Sozialhilfe und der Arbeitslosigkeit herauszuführen. Es beabsichtigt auch, das Vorgehen der interinstitutionellen Partner bezüglich dieser auf rund 1500 junge Erwachsene geschätzte Bevölkerungsschicht besser zu koordinieren.

Weitere Informationen: Grégoire Evéquoz, directeur général de l’OFPC, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch
(PANORAMA.aktuell 25.8.2009)

Genf: Pilotprojekt Tertiarisierung

Tertiarisierung – ein Problem für unser Berufsbildungssystem? PANORAMA.aktuell hat Fachleute eingeladen, sich zu dieser Frage zu äussern, vgl. den bereits publizierten Beitrag von Schweri und Zbinden und die nachfolgende Meldung.

Die Entwicklungen in Genf könnten als Ideenwerkstatt und Pilotprojekt dienen, stellt Jacques Amos in seinem Beitrag zum Thema fest.
(PANORAMA.aktuell 25.8.2009)

GE: Jeunes@Work hilft bei der Stellensuche

Im April 2008 wurde das Projekt Jeunes@Work initiiert, das sich an Jugendliche richtet, die ihre Ausbildung (EFZ, Matur, Handelsschule, FHS, Uni, ETH) abgeschlossen haben. Das Programm unterstützt sie beim Finden einer ersten Stelle. Es umfasst mehrere Module, unter anderem zur Berufsvorbereitung und ein Praktikum. Mit einem Budget von gegen 600 000 Franken kann Jeunes@Work dieses Jahr 150 Jugendliche begleiten. Das Geld stammt zu einem Drittel vom Staat Genf, der Rest vom Bankier Patrick Odier.
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(PANORAMA.aktuell 12.5.2009)

Lehrabbruch: Was wird aus den betroffenen Jugendlichen

Der ‚Service genevois de la recherche en éducation‘ (SRED) (Genfer Bildungsforschungsdienst) hat untersucht, wie sich Jugendliche, die ihre Lehre abbrechen, in den Arbeitsmarkt integrieren. Aus dem Bericht III (auf Französisch) geht hervor, dass viele eine sehr wechselvolle Karriere erleben, schwankend zwischen nichts tun, jobben, Arbeit suchen und Versuchen zum Wiedereinstieg in eine Ausbildung. Ihre Arbeitslosenquote ist signifikant höher als der Durchschnitt ihrer Altersgruppe.
Die gedruckte Fassung des Berichts kann beim SRED bestellt werden, sred@etat.ge.ch
(PANORAMA.aktuell 31.3.2009)

Genf: Individuelle Begleitung von Jugendlichen mit grossen Schwierigkeiten

Im Rahmen des Projekts „Case Management“ hat der Kanton Genf im November 2008 Massnahmen für Jugendliche mit grossen Schwierigkeiten ins Leben gerufen. Träger ist das „Office pour l’orientation, la formation professionnelle et continue (OFPC)“ (Amt für Berufsberatung, Berufs- und Weiterbildung). Sie ergänzen und verlängern die Aktionen von „Réussir+“, dem individualisierten Begleitungs- und Unterstützungsprogramm für Lernende in beruflicher Grundausbildung von drei oder vier Jahren (vgl. bba 185/6). Ziel ist es, zu verhindern, dass die betroffenen Jugendlichen aus Ausbildung und Berufswelt herausfallen.
Weitere Informationen bei: Grégoire Evéquoz, directeur général de l’OFPC, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch
(PANORAMA.aktuell 3.3.2009)

Validierung von Erfahrungswissen: Die Universität Genf führt ein

Unter der Bezeichnung „validation des acquis de l’expérience (VAE)“ (Validierung von Erfahrungswissen) wurde erstmals in der Schweiz ein Pilotprojekt für universitäre Ausbildungen lanciert. An der Universität Genf erlaubt die VAE eine Teildispensierung vom Studienprogramm gewisser Bachelors (Informatik, Betriebswirtschaft, Politikwissenschaften, Sozialökonomie und Soziologie). Zum VAE berechtigt sind Kandidat/innen, die über mindestens dreijährige Vollzeit-Berufserfahrung im Bereich des angestrebten Diploms verfügen. Nach erfolgter Anmeldung haben die Kandidierenden ein Dossier zu erstellen, um sich über ihre Kenntnisse und Kompetenzen auszuweisen. Aufgrund dieser Unterlagen werden ihnen dann so genannte ECTS Kreditpunkte gewährt.
VAE Flyer (französisch)
Weitere Informationen
(PANORAMA.aktuell 17.2.2009)

Genf: Unterstützung bei der Lehrstellensuche

Das Amt für Beratung, Berufs- und Weiterbildung (OFPC) hat 2007 eine Einrichtung ins Leben gerufen, um Jugendlichen in Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Lehrstelle zu helfen. Im Jahre 2008 wurde die Erfahrung in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club weitergeführt. Der Schwerpunkt wurde auf Workshops gelegt (Berufswahl, Lehrbetrieb und Folgeatelier). Während der Durchführung zwischen April und Oktober 2008, konnten die Werkstätten 53 Jugendliche im Durchschnittsalter von 18 Jahren aufnehmen, wovon 36% die Schule abgebrochen hatten. Eine erste Bilanz zeigt, dass 71% der angemeldeten Jugendlichen eine Lösung gefunden haben: 60% der Jungen und 53% der Mädchen sind in die Ausbildung zurückgekehrt.
Weitere Informationen: Grégoire Evéquoz, Generaldirektor des OFPC in Genf, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch
(PANORAMA.aktuell 17.2.2009)