Kritik an der praktischen Ausbildung nach INSOS

An einer Tagung der SGAB am 30. März 2011 sprach Jürg Jegge unter anderem von Abschlussmöglichkeiten für Schwache. Er lobte das neue BBG und hob hervor – etwas was ich bisher übersehen habe – dass Jugendlichen, die das Qualifikationsverfahren für den EBA-Abschluss nicht bestehen, einen „Kompetenznachweis“ ausgestellt werden könne. Er zieht diese Möglichkeit der Praktischen Lehre gem. INSOS vor, weil diese „invalidisiere“. Im übrigen sprach er von der „Vitalstärke“, die Kindern und Jugendlichen mit schlechten Voraussetzungen ermöglichen würde, Erfolg in Ausbildung und Leben zu haben. Dies ist ein Resilienz-Faktor, der vielleicht zu wenig Beachtung findet.
Nachtrag: In BBG und BBV ist der „Kompetenznachweis“ nicht zu finden.
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INSOS Schweiz: Positionspapier zur zweijährigen Grundbildung

Der Verband der „Sozialen Institutionen für Menschen mit Behinderung in der Schweiz“ (INSOS) ist überzeugt, dass die Anforderungen der zweijährigen beruflichen Grundbildung (EBA) für eine wachsende Zahl von Jugendlichen zu hoch sind. Im Nachteil seien insbesondere Menschen mit schwerer Behinderung. Verschiedene Verbände im Behindertenbereich fordern in einem Positionspapier unter anderem eine Bildungsstufe „unterhalb“ des Attests.
Der Bundesrat hat sich in Beantwortung eines parlamentarischen Vorstosses von Nationalrätin Chantal Galladé gegen eine „Attestlehre light“ ausgesprochen.
Vorstoss und Antwort des Bundesrats
(PANORAMA.aktuell 7.7.2009)

Bundesparlament: Vorstösse Sommersession

In der Sommersession wurden acht Vorstösse zur Berufs- und Weiterbildung eingereicht. Themen: Krisenfonds: Grünes Wissen gegen die Krise (Geschäftsnummer 09.3575), Berufliche Bildung besser zugänglich machen – für alle! (09.3531), Massnahmen gegen den Pflegenotstand (09.3512), Schaffung von Lehrstellen und Weiterbeschäftigung nach der Lehre fördern (09.3431), Ausbau der Attestlehre und Einführung einer Attestlehre light (09.3374), Pilotprojekt für Basislehrjahre (09.3371), Ausschöpfung des Innovationszehntels zugunsten der Jugendarbeitslosigkeit (09.3372), Investition in die Pflegeversorgung (09.3409).
Texte zu den Vorstössen: www.parlament.ch > Geschäftsnummer ins Suchfeld oben rechts eingeben.
Übersicht über die eingereichten Vorstösse
(PANORAMA.aktuell 23.6.2009)

Evaluation der zweijährigen Grundbildung: Auftrag ausgeschrieben

Das BBT lässt die zweijährige Grundbildung EBA evaluieren. Die Evaluation soll untersuchen, ob die Ziele des neuen Ausbildungstyps erreicht werden und allfällige Verbesserungsmassnahmen aufzeigen. Offerten können bis am 30. Juni eingereicht werden, Mitte September 2009 wird der Auftrag vergeben. Die Evaluation soll Ende September 2010 abgeschlossen sein.
Pflichtenheft für die Evaluation
(PANORAMA.aktuell 26.5.2009)

Laufbahnstudie: EBA verbessert Durchlässigkeit

Die zweijährige Grundbildung mit Berufsattest (EBA) erhöht die Durchlässigkeit zu weiterführenden Ausbildungen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Untersuchung über die Laufbahn von EBA-Absolvent/innen im Detailhandel und im Gastgewerbe. Ob ein EBA auch die Arbeitsmarktfähigkeit verbessert, lässt sich aufgrund der vorhandenen Daten, die ein Jahr nach Abschluss der Ausbildung erhoben wurden, nicht sagen. Der Bericht ist Teil einer Laufbahnstudie der Hochschule für Heilpädagogik (HfH) in Zürich und des Service de la recherche en éducation in Genf. Sämtliche Publikationen zur dieser Erhebung finden sich auf der Website der HfH.
(PANORAMA.aktuell 12.5.2009)

Gesundheit und Soziales: Positionspapier für eine gemeinsame Attestausbildung

Die Vorstände der nationalen Dachorganisationen der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales – OdASanté und Dach-OdA Soziales – haben sich Ende April 2008 für die gemeinsame Erarbeitung einer zweijährigen beruflichen Grundbildung ausgesprochen (vgl. bbaktuell 217 ). Inzwischen haben die Vorstände der OdASanté und von „Savoirsocial“ ein Positionspapier zur Grundbildung „Praktiker/in Gesundheit und Betreuung EBA“ verabschiedet und die Mitglieder der Reformkommission gewählt.
(PANORAMA.aktuell 17.3.2009)

Zweijährige Grundbildung: Gutes Echo in Basel

Die zweijährige berufliche Grundbildung und die individuelle Begleitung stossen bei Lernenden und Bildungsverantwortlichen der beiden Basel auf grosse Zustimmung. Dies zeigt eine externe Evaluation. Die Jugendlichen erleben die Arbeit im Betrieb und den Unterricht in der Berufsfachschule als vielseitig, abwechslungsreich und mit einem gewissen Handlungsspielraum versehen. Der Bericht enthält eine Reihe von spannenden Empfehlungen. So sollten sich die Organisationen der Arbeitswelt darum bemühen, klare Profile von Arbeitsstellen zu schaffen, welche den Kompetenzen der Absolventinnen und Absolventen einer zweijährigen Grundbildung entsprechen.
(PANORAMA.aktuell 3.2.2009)