Prognosen

1990 wurde an der ETH Zürich diskutiert, ob man für die Studierenden E-Mail-Konti einrichten sollte. Die Mehrheit der Informatik-Professoren waren der Meinung, Studierende brauchten kein E-Mail, der Vorschlag bedeute herausgeworfenes Geld.
Dies erfährt man in der Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Walter Gander, Lehrstuhl für wissenschaftliches Rechnen.

Ich habe mich gefragt, welcher Vorschlag heute wohl ähnlich beantwortet würde: Gib jedem Kind bei Eintritt in die Schule ein iPad mit (wie früher mal eine Schiefertafel) und unterrichte Handschrift als Teil des Handarbeitsunterrichts.
(Ich selbst würde diesen Vorschlag sofort unterstützen).

Zurück zur erwähnten Vorlesung. Gander zitiert merhmals Keller und Gotthelf, letzteren mit einem Abschnitt aus den „Freuden und Leiden eines Schulmeisters“: „Als einst der Herr Pfarrer an einem Schulexamen uns eine Addition aufgeben wollte, sagte der Schulmeister: Verzeit wohlwürdiger Herr Pfarrer, seligs hämmer gar lang nid grechnet, sie köis ghum me, mir sy jetzt bim Dividieren.“