Neues Bildungsangebot für Strafgefangene

Seit Jahrzehnten wurde Strafgefangenen angeboten, eine Anlehre oder Berufslehre zu absolvieren. Nun wird ein neuer Anlauf genommen, ausgerichtet auf die Vermittlung von Grundfertigkeiten in Rechnen, Lesen und Schreiben.

Grosse Strafanstalten verfügten über anerkannte Lehrmeister, die auch den berufskundlichen Unterricht erteilten, der allgemein bildende wurde von Lehrpersonen von Berufsfachschulen im Nebenamt erteilt.
In den letzten Jahren waren es gemäss Recherchen von Studierenden immer weniger, die eine Lehre antraten. Grund: Die Strafen wurden immer kürzer und/oder die Gefangenen wechselten immer mal die Anstalt, was länger dauerende Ausbildungen verunmöglichte.

Nun wird offenbar ein neuer Anlauf genommen: Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektor/innen (KKJPD) hat die „Fachstelle Bildung im Strafvollzug“ (BiSt) geschaffen, die Inhaftierten ermöglichen soll während eines Halbtags pro Woche ihre Fähigkeiten in Rechnen, Lesen und Schreiben zu verbessern. Weiter soll die Stelle, die im Rahmen eines Leistungsauftrags von der SAH Zentralschweiz betrieben wird, unter anderem die Koordination der Bildungsanstrengungen in den Strafanstalten fördern.
http://www.bist.ch/