Kritik an der praktischen Ausbildung nach INSOS

An einer Tagung der SGAB am 30. März 2011 sprach Jürg Jegge unter anderem von Abschlussmöglichkeiten für Schwache. Er lobte das neue BBG und hob hervor – etwas was ich bisher übersehen habe – dass Jugendlichen, die das Qualifikationsverfahren für den EBA-Abschluss nicht bestehen, einen „Kompetenznachweis“ ausgestellt werden könne. Er zieht diese Möglichkeit der Praktischen Lehre gem. INSOS vor, weil diese „invalidisiere“. Im übrigen sprach er von der „Vitalstärke“, die Kindern und Jugendlichen mit schlechten Voraussetzungen ermöglichen würde, Erfolg in Ausbildung und Leben zu haben. Dies ist ein Resilienz-Faktor, der vielleicht zu wenig Beachtung findet.
Nachtrag: In BBG und BBV ist der „Kompetenznachweis“ nicht zu finden.
Dem Lexikon der SBBK ist aber zu entnehmen:
Gemäss „BBT-Leitfaden [ist] vorgesehen, für Lernende, die das Qualifikationsverfahren nicht bestehen und den Berufsattestabschluss nicht erreichen können, einen Kompetenznachweis auszustellen. Diese Personen haben ein Anrecht, sich die erworbenen Kompetenzen individuell am Ende der Ausbildung bestätigen zu lassen. Grundlage bilden die in den Bildungsverordnungen festgelegten beruflichen Handlungskompetenzen.

Die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) stellt ein gesamtschweizerisch einheitliches Formular zur Verfügung, auf dem ihr Logo sowie das der zuständigen OdA abgedruckt sind und das vom Lehrbetrieb ausgestellt und unterschrieben wird.“ Beispiele dafür sind unter eba.berufsbildung.ch zu finden.