Erfolgsmeldung: Die Mehrheit hat zumindest eine vorübergehende Lösung gefunden

Der Medienmitteilung des EVD über die Lehrstellensituation entnehme ich:

„Die Mehrheit gibt an, eine zumindest vorübergehende Lösung gefunden zu haben.“ … „Von den 149‘000 Jugendlichen, die 2010 vor der Ausbildungswahl standen, sind rund 73‘500 (2009: 75‘000) in eine berufliche Grundbildung eingetreten.“ Also weniger als 50%.

„5 Prozent (2009: 6 Prozent) bezeichnen sich als arbeitslos bzw. ohne Beschäftigung.“ Bitte genau hinhören: 5 Prozent der Schulabgänger/innen sind arbeislos, ohne Beschäftigung.

Die „Warteschlange“ umfasst „20‘500 Jugendliche (2009: 21‘000, 2008: 21‘500).“ Über 20’000 Jugendliche verbringen ein Jahr ihrer Jugend in einer „Warteschlange“, warten auf eine Lehrstelle. Was übrigens die Öffentlichkeit 250 Mio Franken kostet, denn ein Platz in einem Brückenjahr kostet rund 25’000 Franken.

Der „Lehrstellenbarometer bleibt stabil“ Also: eine Besserung ist nicht in Sicht

Und die Politik geht zur Tagesordnung über. Das Lehrstellenproblem ist gelöst. Die Medien schreiben bereits von einem Lehrlingsmangel!