Der Arbeitsmarkt verlangt mehr ‚Softskills‘ – aber nicht weniger ‚Hardskills‘

Nichtfachlichen Kompetenzen, sogenannten «soft skills», also etwa der Fähigkeit, sich mitzuteilen, in Teams gut zu funktionieren, andere zu überzeugen usw. – wird seitens der Arbeitgeber immer mehr Gewicht beigemessen. Die Bedeutung von Kenntnissen und anderen «Hardskills» sinkt aber nicht. Auch die klassischen «Arbeitstugenden», wie Leistungsbereitschaft, Fleiss, Willigkeit, Umgangsformen usw. gewinnen immer noch an
Wichtigkeit.
Dies zeigt die Analyse von rund 40’000 Stelleninseraten aus den Jahren 1950 bis 2006. Vor allem in den 1990er Jahren haben danach die Qualifikationsanforderungen stark zu steigen begonnen – oder mindestens deren ausdrückliche Erwähnung in den Stelleninseraten. …Dies sind Ergebnisse einer Zuürcher Dissertation in Soziologie, verfasst von Alexander Salvisberg, der in der Anzeige seiner Publikation die Auffassung vertritt, „dass die Soft skills weiterhin an Bedeutung zunehmen werden und die Bildungssysteme nicht umhin können, diesem Umstand Rechnung zu tragen, obgleich es sich um in einem schulischen Rahmen schwer zu vermittelnde Fähigkeiten handle, und gewisse Tendenzen, wie etwa jene,
die den Bildungsstandards oder den PISA-Erhebungen zugrunde liegen, im Moment in eine andere Richtung zu deuten scheinen.“
Quelle: Meldung der SKBF zu Projekten der schweizerischen Bildungsforschung, 11:023. (http://www.skbf-csre.ch/pdf/11023.pdf)