Das Handwerk kehrt zurück

… titelt die NZZaS einen Aufsatz ihres Stilberaters Jeroen von Rooijen. Er berichtet:

„Die Welt wird in rasendem Tempo digitaler und virtueller. Diese Entwicklung öffnet aber gleichzeitig neue Räume für die reale Welt, in der es um ursprüngliche Werkstoffe mit vertrauter Haptik, um Handwerk und grundlegende menschliche Bedürfnisse geht. Wer diesen Frühling am Mailänder Möbelsalon durch die Showrooms und Ateliers der jungen Designstudenten und Newcomer schlenderte, der sah dort eine Generation am Werk, die stark mit der Renaissance des Handwerks beschäftigt ist. Diese jungen Leute, aufgewachsen mit Internet und Smartphone, entdecken das schlichte Vergnügen von traditioneller Handwerkskunst wieder, sie forschen nach fast schon vergessenen Werkstoffen, sie kochen, schreinern, backen, stricken und nähen.“

Er spricht mir aus dem Herzen, vgl. meinen Text „Handwerk – der neue Luxus„. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Resultate einer Umfrage des renomierten deutschen Meinungsforschungsinstuts Allensbach:

Die Allensbacher Berufsprestige-Skala 2011
… und interessant ist die Tatsache, dass die Zürcher Hochschule der Künste in ihrem neuen Sitz auf dem Tony-Areal keinen Platz für die handwerklichen Werkstätten fand, die sich im alten Gebäude an der Ausstellungsstrasse betrieben wurden. Sie wurden bzw. werden aufgelöst …