Zu LIFT kommt GRIFFF

Das „Netzwerk für sozial verantwortliche Wirtschaft NSW / RSE“, das das Jugendprojekt LIFT für schulschwache Jugendliche lanciert hat und betreibt, hat eine neue Präsidentin, die Marketingberaterin Ruth Bütikofer Schwalbe. Mit ihr werden neu Projekte „für mehr Frauen-Power in der Wirtschaft“ lanciert. Die „GeistReiche Initiative Für Freche Frauen“ will junge Frauen während der heiklen Phase von Lebensplanung und Berufswahl für Führungspositionen in Wirtschaft und Politik sensibilisieren. „Zu LIFT kommt GRIFFF“ weiterlesen

Lohngleichheit: Broschüre zu Tatsachen und Trends

Trotz Verfassungsauftrag und Bundesgesetz ist in der Schweiz die Lohngleichheit noch lange nicht erreicht. 2006 verdienten Frauen in der Privatwirtschaft im Schnitt 24% oder 1747 Franken weniger als Männer. Davon sind lediglich 40% durch nicht diskriminierende Faktoren erklärbar. Eine neue Broschüre mit dem Titel „Auf dem Weg zur Lohngleichheit!“ informiert über die aktuelle Situation.
Medienmitteilung
(PANORAMA.aktuell 22.6.2009)

Die Bedeutung der sozialen Umwelt für eine geschlechtsspezifische Berufswahl

Rund die Hälfte der beruflichen Grundbildungen in der Schweiz sind „segregiert“: Ihnen gehören 90% oder mehr Lernende des selben Geschlechts an. In einer Befragung von 2287 Jugendlichen zeigte sich unter anderem überraschend, dass nur die Eltern (nicht aber Lehrpersonen oder Berufsberatende) einen nennenswertein Einfluss auf die geschlechtsspezifische Wahl ausüben. Dieser elterliche Einfluss ist signifikant und stabil, und er verläuft eher unerwartet: Der Einfluss des Vaters führt, unabhängig vom Geschlecht des Jugendlichen, tendenziell eher zu einem männerdominierten Beruf; die Frauen ermutigen die Entscheidsuchenden, ebenfalls unabhängig von deren Geschlecht, eher zur Wahl eines «weiblichen» Berufs. Es scheint also nicht das Geschlecht des Jugendlichen zu sein, was die Tendenz im elterlichen Rat bestimmt, sondern das Geschlecht des Ratgebenden.

(PANORAMA.aktuell 18.5.2009)

Deutschland: Frauenlöhne konstant niedriger

In Deutschland hat sich die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern in den letzten fünfzehn Jahren kaum verändert. Dies zeigt eine Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Durchschnitt war der Lohn von vollzeitbeschäftigten Frauen 2006 rund 24% geringer als jener der Männer. Selbst innerhalb des gleichen Berufes verdienen Frauen 21% weniger als Männer. Immer noch 12% beträgt der Lohnunterschied bei Personen mit gleicher Ausbildung, gleichem Beruf und gleichem Alter innerhalb des gleichen Betriebes.
Pressemitteilung
(PANORAMA.aktuell 28.4.2009)

Studienwahl: Frauen gewichten Interesse höher als Männer

Wie kommt die Wahl eines Studiums zustande? Dieser Frage geht eine Studie des Bundesamtes für Statistik nach, die die Wahlmotive in eine Beziehung zu soziodemografischen und weiteren Merkmalen setzt. Die Untersuchung zeigt etwa, dass Frauen die wichtigsten intrinsisch motivierten Argumente („Interesse“, „Horizonterweiterung“ und „Berufswunsch“) höher gewichten. Bei den extrinsisch motivierten erreichen sie dagegen tiefere Werte als die Männer.
(PANORAMA.aktuell 14.4.2009)

Bundespersonalpolitik: Beim mittleren Kader haperts mit den Frauen

Der Bericht zur Umsetzung der Personalpolitik des Bundes 2008 zeigt, dass die bundesrätlichen Ziele beim Frauenanteil, bei der Vertretung der Landessprachen und bei den Lernenden fast durchgehend erreicht wurden. Verbesserungspotenzial besteht beim mittleren Kader, wo der Frauenanteil mit 22,6% noch deutlich unter dem Sollwert von 33% liegt. Im obersten Kader wurde der Sollwert von 12% hingegen erreicht.
Medienmitteilung
(PANORAMA.aktuell 31.3.2009)

Gleichstellungsfreundliche Unternehmen: Keine Zertifizierung

Der Bundesrat hat beschlossen, auf eine Zertifizierung von gleichstellungsfreundlichen Unternehmen zu verzichten. In einem Bericht hält er fest, Labels seien in erster Linie eine Angelegenheit der Privatwirtschaft. Zu den bisher eingesetzten Instrumenten zur Gleichstellungsförderung gehört u. a. das Label Equal Salary, welches den Betrieben eine Methode zur Überprüfung der Lohngleichheit bietet.
Medienmitteilung unter http://www.edudoc.ch/record/30392 und Bericht unter http://www.edudoc.ch/record/30393
(PANORAMA.aktuell 6.1.2009)