Unternehmergeist in der Berufsbildung

Die Stiftung Enterprise führt seit 2006 unter dem Titel EnterPrize Wettbewerbe durch, bei denen „Unternehmergeist in der Berufsibldung“ ausgezeichnet wird. Nun ist eine Liste der bisherigen Preisträger erschienen, von der auch Dokumentationen heruntergeladen werden können, die die bisherigen Preisträger kurz darstellen.
Nebenbei: In der Zeitschrift PANORAMA gibt es ausführlichere Darstellungen der Priesträger 2006 und 2008.

Hier die Namen der Finalisten:

2006:
Berufswahlplattform Kanton Solothurn (Gewinner)
Creative Solutions, Winterthur
Lernfoyer, Zürich

2008:
Login, Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs (Gewinner)
Haus der Farbe, Zürich
Leseförderung an Berufsfachschulen
Caroline Hüte & Mützen, Luzern
Laufbahn-Coaching, BerufsBildungBaden

2010:
Overall Lehrverbund, Basel (Gewinner)
Bühler AG, Uzwil
Crescenda, Gründungszentrum für Migrantinnen, Basel
Schulisches Brückenangebot Kanton Zug
Bildungsregion Zentralschweiz

Eine Handwerkskammer betreibt einen eigenen Fernsehsender.

Die Handwerkskammer Koblenz (Rheinland Pfalz) betreibt einen eigenen Fernsehsender, zu empfangen über den Satelliten Astra 19,2º Ost, Freq. 12.246 V oder die Webadresse http://hwk-tv.de. Manche Sendungen beschäftigen sich mit der Ausbildung von Lernenden, mit Weiterbildungsfragen oder mit der Arbeit der Ausbildungsberater. Andere stellen alte und neue Gewerke dar. „Eine Handwerkskammer betreibt einen eigenen Fernsehsender.“ weiterlesen

Fachmann/Fachfrau Betreuung: deutliche Stellungsnahme gegen Vorpraktika

Wie bei der Pflege war es auch in sozialen Berufen früher üblich, vor Antritt einer Ausbildung ein Praktikum zu absolvieren. Im Zusammenhang mit der Unterstellung unter das Berufsbildungsrecht wurde 2005 die Ausbildung Fachfrau/Fachmann Betreuung geschaffen, die wie andere berufliche Grundbildungen an die Volksschule anschliesst.

Die Organisation der Arbeit für das Sozialwesen, SavoirSocial, stellt nun fest, dass „viele Betriebe nach wie vor an den ehemaligen Zulassungsvoraussetzungen der altrechtlichen Vorgängerausbildungen“ festhalten. Mit entschiedenden Worten werden solche „Unabhängigen Praktika“ abgelehnt: „Die Mehrheit der Jugendlichen, die nach der obligatorischen Schulzeit ein solch Unabhängiges Praktikum … absolviert, findet nie eine Lehrstelle als Fachfrau / Fachmann Betreuung. Für diese Jugendlichen ist diese Art von Praktikum daher häufig nur eine unnötige und demotivierende Zwischenschlaufe.“ (avoirSocial: Praktika im Sozialbereich – Empfehlungen von SAVOIRSOCIAL, 19.1.2010

Man könnte zufügen:
… und bedeutet eine Ausnützung junger Frauen, weil sie so gezwungen werden ein oder zwei Jahre für ein Taschengeld zu arbeiten, bevor sie sich auch nur für die sie interessierende Berufslehre bewerben können. Andererseits soll die finanzielle Lage mancher Kinderkrippen so prekär sein, dass sie den Betrieb nur dank dieser Ausnutzung junger Frauen aufrecht erhalten können. Allerdings sind uns sogar von Gemeinden getragene Krippen bekannt, die auf diese Weise junge Frauen ausnutzen.

Ich kannte Zeiten, da hat ein Sportgeschäft Interessenten für eine Lehre als Sportartikel-Verkäufer (damals auch sehr gesuchte Lehrstellen) ein halbes Jahr Praktika machen lassen, bevor sie den Lehrvertrag bekamen. Dies wurde diesem Sportgeschäft vom zuständigen Berufsbildungsamt hoch offiziell verboten. Aber das ist schon lange her …

Wt 27.1.2010

Jugendarbeitslosigkeit: Aufrufe von Bund und Arbeitgebern

An einer Medienkonferenz hat Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard Unternehmen und Verwaltungen aufgerufen, Arbeitsplätze, Lehr- und Praktikumsstellen zu erhalten oder zu vermehren und Lehrabgänger/innen weiterzubeschäftigen. Ein Dossier auf der Website des Volkswirtschaftsdepartements enthält viele Informationen zu diesem Thema.

Der Arbeitgeberverband befürchtet ebenfalls einen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit (15 bis 24 Jahre). Das stellt er in einem Communiqué fest und unterstützt den Aufruf von Bundesrätin Leuthard.
(PANORAMA.aktuell 12.5.2009)

MEM-Berufe: Kommission für Berufsentwicklung und Qualität konstituiert

Die Verordnungen über die berufliche Grundbildung schreiben die Schaffung von Kommissionen für Berufsentwicklung und Qualität in den jeweiligen Lehrberufen vor. Sie sollen unter anderem für die Anpassung der Ausbildungsinhalte an veränderte Verhältnisse sorgen. Kürzlich konstituierte sich die „Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität in den Grundbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (SKOBEQ-MEM)“. Ihr Präsident Arthur W. Glättli berichtet in einem Interview mit PANORAMA über die Aufgaben dieser Kommission.
(PANORAMA.aktuell 28.4.2009)

Newsletter für das Berufsfeld Landwirtschaft erschienen

Mit dem Newsletter der OdA AgriAliForm kann man sich künftig regelmässig über Aktuelles in der Umsetzung der Bildungsreform im Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe informieren. Der Newsletter Nr. 1 findet sich hier oder auf der Website http://agri-job.ch .
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(PANORAMA.aktuell 14.4.2009)

Gesundheit und Soziales: Positionspapier für eine gemeinsame Attestausbildung

Die Vorstände der nationalen Dachorganisationen der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales – OdASanté und Dach-OdA Soziales – haben sich Ende April 2008 für die gemeinsame Erarbeitung einer zweijährigen beruflichen Grundbildung ausgesprochen (vgl. bbaktuell 217 ). Inzwischen haben die Vorstände der OdASanté und von „Savoirsocial“ ein Positionspapier zur Grundbildung „Praktiker/in Gesundheit und Betreuung EBA“ verabschiedet und die Mitglieder der Reformkommission gewählt.
(PANORAMA.aktuell 17.3.2009)

„Qualität leben“: Fachtagung der Verbundpartner

Das BBT hat Ende 2008 das Projekt „Qualität leben“ zur Erarbeitung eines Leitfadens für die nachhaltige Entwicklung der Qualität in Bildung und Qualifikationsverfahren der Berufsbildung initiiert.
An der Fachtagung vom 16. Juni 2009 soll der erarbeitete Entwurf des Leitfadens vorgestellt und – mit dem Ziel der Weiterentwicklung – breit diskutiert werden.
Nähere Informationen
(PANORAMA.aktuell 17.2.2009)