Bedingungen einer funktionierenden Zusammenarbeit

Nik Ostertag schreibt in seinem Rückblick auf das Projekt „Entwicklung, Wissen, Netzwerk“ der Stiftung Arbeitsgestaltung Bedenkenswertes zur Zusammenarbeit verschiedener Anspruchsgruppen, wie sie ja an vielen Baustellen der Berufsbildung angestrebt wird:

„Eine effizient funktionierende Zusammenarbeit setzt eine gemeinsame Sicht auf das Ziel voraus, eine gemeinsame Haltung und eine gemeinsame Kultur. Innerhalb eines solchen Rahmens können dann Lösungen gefunden werden, welche die Bedürfnisse und Beiträge der verschiedenen Mitspieler berücksichtigen – insbesondere der Jugendlichen selber. Ausserhalb eines solchen Rahmens können im besten Fall Steuerungsmassnahmen einzelner staatlicher Stellen eine gewisse Ordnung herstellen. Damit ist allerdings das Zusammenspiel der verschiedenen notwendigen Prozesse noch nicht gewährleistet und die Berufsbildung noch nicht als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen.“

1500 aus der Sozialhilfe in eine Lehre gebracht.

„Wir haben durch die Änderung der finanziellen Anreize 1500 junge Erwachsene aus der Sozialhilfe in eine Lehre gebracht.“ erklärt Bundesratskandidat Pierre-Yves Maillard in einem Interview im TA, 25. November 2011.
Er spricht vom Projekt FORJAD, wahrlich einer vorbildlichen Leistung: Unter bestimmten Bedingungen erhalten Personen zwischen 18 und 25 Stipendien statt Sozialhilfe und so die Möglichkeit, eine berufliche Grundbildung nachzuholen. 10 Gesetze und Verordnungen mussten dazu geändert werden. Erfolgreich gelöstes Hauptproblem: Stipendien werden vom Kanton vergeben, Sozialhilfe von den Gemeinden.
Mehr dazu: Abklärungen und Bericht über unsere Veranstaltung, druchgeführt zusammen mit VALIDA im Rahmen des Projekts „Zweite Chance„.

Genfer Erziehungsdirektor fordert eidgenössisches Bildungsdepartement

Der Genfer Erziehungsdirektor Charles Beer fordert vom Bundesrat die Schaffung eines eidgenössischen Bildungsdepartements. In seinem Kommentar in der Zeitung „Le Temps“ hält er dem „Weissbuch“ zur Berufsbildung, das Ende August von den Akademien der Wissenschaften publiziert wurde, zugute, dass die Publikation zum Nachdenken anrege und Reaktionen hervorgerufen habe. Vgl. Panorama.aktuell 16/09 sowie 17/09.

Panorama.aktuell, 14.10.09

Tertiarisierung: Ein Problem für unser Berufsbildungssystem?

Tertiarisierung: Ein Problem für unser Berufsbildungssystem?: “

Der tertiäre Sektor der Wirtschaft, der Dienstleistungsbereich, wächst, der sekundäre (Handwerk und Industrie) stagniert. Im Letzteren werden aber nach wie vor mehr Jugendliche ausgebildet als im Dienstleistungsbereich. Es besteht ein Ungleichgewicht von Ausbildungsplätzen und der Nachfrage des Arbeitsmarktes. Auch scheinen im dritten Sektor besonders oft Jugendliche Fuss zu fassen, die eine rein schulische Ausbildung durchlaufen haben. Ist dies ein Zeichen für eine Fehlentwicklung im Berufsbildungssystem? „Tertiarisierung: Ein Problem für unser Berufsbildungssystem?“ weiterlesen

ZH: Kantonsrat will Berufsberatung dem MBA angliedern

Der Zürcher Kantonsrat hat am 8. Juni mit 114 zu 46 Stimmen eine Motion überwiesen, die verlangt, die Berufsberatung sei dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt MBA zu unterstellen. Berufsbildung und Berufsberatung gehörten aus sachlichen Gründen in die gleiche Direktion. Zurzeit ist die Berufsberatung dem Amt für Jugend und Berufsberatung angegliedert. Bildungsdirektorin Regine Aeppli hatte sich gegen die Überweisung der Motion ausgesprochen. Das jetzige System funktioniere gut. Zudem sei die Verwaltungsorganisation nicht Sache des Parlaments.
Motion und Stellungnahme des Regierungsrats
(PANORAMA.aktuell 15.6.2009)

Neue Datenaustauschrichtlinien: In XML-Struktur überführt

In den Berufsbildungsämtern, den Berufsfachschulen und den Organisationen der Arbeitswelt stehen unterschiedliche Informatiklösungen im Einsatz. Um den Datenaustausch zu gewährleisten, hat die SBBK Kommission Informatik/Berufsbildung die Richtlinien neu in eine XML-Struktur (Version 4.0) überführt, die am 1. April 09 herausgegeben wurde. Es liegt nun in der Verantwortung der Kantone, den Übergang in die XML-Struktur zu planen und zu realisieren.
(PANORAMA.aktuell 12.5.2009)

VD: Mittelschul- und Berufsbildungsamt neu organisiert

Die ‚Direction générale de l’enseignement postobligatoire‘ (DGEP) (Direktion der nachobligatorischen Bildung) wurde neu organisiert. Seit dem 1. Februar setzt sie sich aus drei Abteilungen zusammen. Eine davon wird sich um die Schulen kümmern (Gymnasien und Berufsfachschulen), die andere um die Ausbildung im Betrieb. Eine dritte Abteilung ist für Planung, Kommunikation und weitere allgemeine Verwaltungsaufgaben zuständig ( vgl. Organigramm , französisch).
Weitere Informationen (französisch), Kontakt: Séverin Bez, 021 316 63 06, maito:severin.bez@vd.ch
(PANORAMA.aktuell 31.3.2009)

Berufsbildungsgesetzgebung: Stand der kantonalen Arbeiten erfasst

Ab sofort ist der aktuelle Stand der kantonalen Berufsbildungsgesetzgebung bei edudoc [http://www.edudoc.ch/collection/KBBG?ln=de] abrufbar. Die Gesetzessammlung wird laufend auf den neuesten Stand gebracht. Des Weiteren sind unter der Rubrik „Berufsbildungsgesetz nach nBBG (in Vorbereitung)“ die von den Kantonen in den letzten Jahren veröffentlichten Botschaften und vorbereitenden Gesetze zur Berufsbildung ersichtlich. Die Daten stammen von lexfind.ch, einer Dienstleistung des Instituts für Föderalismus der Universität Freiburg, und basieren auf den systematischen Rechtssammlungen der Kantone.
Kontakt: Karin Hess, Informations- und Dokumentationszentrum IDES, hess@edk.ch (26.2.09)

Basel-Stadt: Erziehungsdepartement reorganisiert

Das baselstädtische Erziehungsdepartement wurde reorganisiert. Es setzt sich neu aus den Bereichen Bildung (a), Jugend, Familie und Sport (b) und Zentrale Dienste (c) zusammen. Der Bereich Bildung umfasst vom Kindergarten bis zur Universität alle Bildungsstufen. Zu ihm gehört unter anderen die Dienststelle „Berufsberatung, Berufs- und Erwachsenenbildung“.
Mehr zur Verwaltungsreform Basel-Stadt in dieser Medienmitteilung ; Webseite Erziehungsdepartement ; Webseite der Dienststelle Berufsberatung, Berufs- und Erwachsenenbildung
(PANORAMA.aktuell 20.1.2009)

BL: neuer Leiter des Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung

Hanspeter Hauenstein wird neuer Leiter des Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung der Baselbieter Bildungsdirektion. Der Regierungsrat hat die Ernennung des bisherigen Stellvertreters des Amtsleiters AfBB bestätigt. Hanspeter Hauenstein wird als Nachfolger von Niklaus Gruntz sein Amt am 1. März 2009 antreten.
Medienmitteilung: http://www.edudoc.ch/record/30398
(PANORAMA.aktuell 6.1.2009)

FR: das Amt für Berufsbildung zertifiziert

Das Amt für Berufsbildung Freiburg wurde am 11. Dezember 2008 mit der Zertifizierung ISO 9001 ausgezeichnet. Man hat sich zu diesem Schritt entschlossen, um die Leistungen zu verbessern und sich der Qualitätssicherung der Privatwirtschaft anzunähern. Das Qualitätsmanagement-System betrifft die Bereiche der Entwicklung, Aufsicht, Betreuung und Finanzierung der beruflichen Grundbildung sowie der höheren Berufsbildung und berufsorientierten Weiterbildung.
Medienmitteilung (F/D): http://www.edudoc.ch/record/30387
Weitere Auskünfte: Fritz Winkelmann, mailto: Winkelmannf@edufr.ch
(PANORAMA.aktuell 6.1.2009)

Höhere Fachschulen der Zentralschweiz wollen vermehrt zusammenarbeiten

Auf Einladung der Zentralschweizer Berufsbildungsämterkonferenz (ZBK) haben sich am 30. April 2003 die Leiterinnen und Leiter von 17 bestehenden und potentiellen Höheren Fachschulen aus den Gebieten Technik/Gewerbe, Wirtschaft, Gastronomie, Tourismus, Gesundheitswesen, Sozialwesen und Bildung aus der Zentralschweiz in Zug getroffen, um gemeinsam über ihre Zukunft nachzudenken. Fazit: Die Höheren Fachschulen der Zentralschweiz wollen künftig vermehrt zusammenarbeiten.
Infos: Curdin Eprecht, Amt für Berufsbildung Kanton Zug, T: 041 728 51 58, mailto:curdin.epprecht@vd.zg.ch. Mehr: http://www.bbaktuell.ch/pdf/bba1876.pdf