Bildungsökonomie

Stephan Wolter stellt in einem sehr interessanten Beitrag in der NZZ vom 29.6. 2016 Überlegungen an, weshalb viele Staaten uns um unsere Berufsbildung beneiden und trotzdem nicht in der Lage sind, sie im eigenen Land einzuführen. Er findet die Antwort in grundsätzlichen Fehlentwicklungen in der Bildungspolitik wie der Begrenzung einer möglichen Ausbildungsdauer auf zwei Jahre (Spanien) oder der Glaube an den Nutzen von Umverteilungsmechanismen (Grossbritannien). Damit zeigt er für eine Makroebene auf, dass die in der Bildungsökonomie heute vorherrschenden Kosten-Nutzen-Überlegungen eine beschränkte Wirkung auf die Politik haben.

Leider wird dies von der Bildungsökonomie in Untersuchungen zum Verhalten von Unternehmen immer noch ignoriert. Im Gegensatz zu andern Bereichen der Wirtschaftswissenschaften fehlt in den in der Schweiz üblichen Publikationen zur Ökonomie der Berufsbildung nach wie vor der Einbezug von „weichen Faktoren“ in das Verhalten der Betreibe.

Ob ein bestimmte Person einen Ausbildungsplatz erhält – und das interessiert letztlich die meisten Beteiligten und Betroffenen – hat nicht nur mit rationalen Kosten-Nutzen-Überlegungen zu tun, vgl. beispielsweise die Arbeiten von Christian Imdorf. Manche Lehrmeister (ich verwende bewusst diesen alten Begriff) reizt es, auch schwierigen oder schwachen Jugendliche eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Sie nehmen in Kauf, dass hier die Kosten-Nutzen-Relation ungünstiger ist als bei angepassten Jugendlichen mit Spitzenwerten in Selektionstests. Sie ermöglichen damit erst manchen Jugendlichen einen erfolgreichen Start und tragen zum guten Image der Schweizer Berufsbildung teil.

Anderseits lehnen viele Betriebe die Anstellung von erwachsenen Lernenden durchwegs ab. Obwohl sie nicht mehr genügend fähige Jugendliche finden um ihre Lehrstellen zu besetzen werden Bewerber ab 25 Jahren von vornherein abgelehnt. Dabei dürfte es einsichtig sein, dass erwachsene Lernende dank ihrer Reife und hoher Motivation zu einer deutlich besseren Kosten-Nutzen-Relation führt. Dies beschäftigt mich sehr, bekomme ich doch immer wieder Mails die zeigen wie ausgetrocknet der Lehrstellenmarkt für Erwachsene weiterhin ist.

Die einzigen, die von einem höheren Nutzen für die Betriebe ausgehen sind die Arbeitsmarktbehörden: Sie zahlen Stellenlosen nur Ausbildungsbeiträge aus, wenn ein Betrieb bereit ist, vom ersten Lehrjahr an den Lohn für das letzte Lehrjahr zu bezahlen. Was es den Betroffenen noch schwerer macht, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Kombination schulisch organisierte Grundbildung mit Betriebslehre

Im Bericht zur schulisch organisierten beruflichen Grundbildung, den ich zusammen mit Jacques Amos für die SBBK geschrieben habe, haben wir kombinierte Modelle vorgeschlagen. Eben ist eine Dokumentation über entsprechende Schulversuche in Hamburg erschienen, bei denen es um einen solchen Ansatz ging:

„Als wesentliches Merkmal der Ausbildungsform gilt dessen konsekutiver Aufbau, bei dem die Schüler zunächst einen 2-jährigen vollzeitschulischen Ausbildungsabschnitt mit den Abschlüssen Technische bzw. Kaufmännische Assistenz und der Fachhochschulreife absolvierten. Bei erfolgreichem Bestehen folgte ein 1,5-jähriger betrieblich ausgerichteter Ausbildungsabschnitt als Fachinformatiker/in Systemintegration bzw. als Kaufmann/-frau für Bürokommunikation mit dem jeweiligen Kammerabschluss. In diesem Abschnitt konnten die Jugendlichen auf freiwilliger Basis ein schulisches Begleitband besuchen, das im Umfang zwischen 1,5 Stunden und zwei Nachmittagen im Monat variierte.“ (KARIN WIRTH, FRANK KRILLE, TADE TRAMM & THOMAS VOLLMER, Editorial zur Dokumentation)

Forschung: Auswirkungen der Fragestellung auf die Ergebnisse

Ich stosse immer wieder auf Texte, die meine Skepsis bezüglich quantitativen Untersuchungen in den Bildungs-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften stützen.

Zum Beispiel der Text von Christian Fichter und Felix Schläpfer (KOF, ETH) zur Bedeutung der Formulierung von Fragen.

Einleitend zitieren die Autoren eine Untersuchung von Tversky und Kahneman zu Unterschieden, ob „inhaltlich gleichwertige Konsequenzen positiv oder negativ formuliert werden – z. B. als «Anteil der Leute, die sterben» oder als «Anteil der Leute, die gerettet werden», in der „dramatische Unterschiede in der Bewertung von Risiken“ festgestellt wurden. Im Zentrum des Aufsatzes steht die Erfassung der Zahlungsbereitschaft, z.B. der Frage, wie viel jemand bereit wäre, an den Schutz von Wildnisgebieten zu zahlen. Sie kommen zum Schluss: „Die angewandte ökonomische Befragungsforschung hat sich noch kaum mit den Abweichungen des menschlichen Verhaltens vom Homo oeconomicus befasst. Die Situation ist paradox: Einerseits werden bestimmte Arten von Verzerrungen der Resultate, etwa durch ungenügend grosse oder nicht repräsentative Stichproben, sehr ernst genommen. Eine Studie, die solchen Verzerrungen nicht durch aufwändige, kostspielige Stichproben und durch die Schätzung von Vertrauensintervallen Rechnung trägt, würde heute kaum noch finanziert. Ganz anders sieht der Umgang mit problematischen Antwortheuristiken aus. Diese mindestens so wichtige Quelle von Verzerrungen, die in der traditionellen Ökonomie aber nicht existiert, wird kaum je beachtet, selbst in angesehensten Studien“, z.B. derjenigen von Carson et al.

Persönlich habe ich dies vor allem bei der Erfassung der notwendigen Vorbildung für einen erfolgreichen Lehrbesuch (Kompetenzprofile des KGV Zürich) festgestellt. Ich frage mich wie weit beispielsweise die in den PISA-Untersuchungen verwendeten Forumulierungen diesbezüglich untersucht worden sind.

In einemaandern Text frägt übrigens einer der Autoren, Felix Schläpfer „Was ist unwissenschaftlich an der modernen Wirtschaftswissenschaft?“ und kommt zum Schluss: „Ein einzelner Forschender oder Dozent kann kaum aus den disziplinären Traditionen ausbrechen, ohne seine wirtschaftliche Existenz zu gefährden.“

Angaben zu den oben erwähnten Untersuchungen:
Tversky, A., Kahneman, D., 1981. The framing of decisions and the psychology of choice. Science 211, 453-458.
Carson, R. T., Mitchell, R. C., Hanemann, M., Kopp, R. J., Presser, S. et al., 2003. Contingent valuation and lost passive use: Damages from the Exxon Valdez oil spill. Environmental & Resource Economics 25, 257-286.

Bildungsrendite der höheren Berufsbildung

Eine Berufs- oder höhere Fachprüfung ergibt einen Lohnvorteil von bis 16% gegenüber einer Person mit einer abgeschlossenen drei- oder vierjährigen Lehre. Bei der höheren Fachschule beträgt der Lohnvorteil sogar 25%.

Dies sind Resultate aus den neuesten Berechnungen der individuellen Bildungsrenditen. Weiter ist dem Bericht, publiziert in der „Volkswirtschaft“ der „Ertrag pro eingesetztes Bildungsjahr“ zu entnehmen, der für die höhere Berufsbildung höher ist als für ein Hochschulstudium: „Vergleicht man den Ertrag pro eingesetztes Bildungsjahr mit den Erträgen eines Fachhochschulstudiums oder eines Studiums an einer Universität, welche zwischen 8% und 9% bzw. 6% und 7% liegen, wird zudem deutlich, dass der Arbeitsmarkt Abschlüsse der höheren Berufsbildung offenbar klar höher monetär bewertet als solche des Tertiär A-Systems.“

Gemäss Fazit zeige dies, dass „die anders gelagerten Finanzierungskonzepte der höheren Berufsbildung nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen der Nachfrage nach solchen Ausbildungen“ führt und somit andere Vorteile aufwiege.

Ob die Handwerkerinnen und Handwerker, die für Ausbildung und Prüfung rasch mal 20’000 oder 30’000 Franken auf den Tisch legen müssen, dies wohl auch so sehen, wenn sie erleben, dass ein Hochschulstudium pro Semester einige hundert Franken kostet?

Erschien 1268 die erste Berufsklassifikation?

1268 hat Étienne Boileau, Präfekt von Paris, eine Berufsliste erstellt und dabei eine Klassifikation der Berufe in sechs Gruppen vorgenommen:
– Nahrungsmittel
– Goldschmiedarbeiten, Schmuck, Skulpturen
– Metalle
– Stoffe und Kleider
– Fell und Leder
– Bauwesen und verschiedene Berufe

Ob das wohl die älteste Berufsklassifikation ist?
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Deutschland führt eine neue Berufsklassifikation ein

Die „Klassifikation der Berufe 2010“ (KldB 2010) löst zwei bisherige Klassifikationen ab und weist eine hohe Kompatibilität zur internationalen Berufsklassifikation ISCO-08 auf.
Es handelt sich um eine hierarchische Klassifikation mit fünf Ebenen. Die strukturgebende Dimension ist die „Berufsfachlichkeit“, worunter die Ähnlichkeiten der Berufe bezüglich Tätigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten verstanden wird. Auf der untersten Ebene erfolgt eine Untergliederung anhand der zweiten Dimension, dem „Anforderungsniveau“, das sich auf die Komplexitaet der auszuuebenden Tätigkeit bezieht und vier Komplexitaetsgrade kennt, von „Helfer- und Anlerntaetigkeiten“ bis „hoch komplexe Tätigkeiten“.
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Neue Klassifikation von Qualifikationen und Berufen angekündigt

Die Entwicklung von Klassifikationen macht Spass. Anders wäre es wohl nicht zu erklären, dass immer neue entwickelt werden. Oder muss man immer neue Klassifikationen entwickeln, weil alle bisherigen Versuche gescheitert sind, die Eigenschaften von Menschen zu klassifizieren?

Wie dem auch sei – die Europäische Kommission entwickelt derzeit ESCO (European Skills Competences and Occupations), eine europäische Klassifizierung für Fähigkeiten, Kompetenzen und Berufe. Damit sollen die wichtigsten, für eine Vielzahl von Berufen erforderlichen Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen in allen EU-Sprachen beschrieben werden. „Neue Klassifikation von Qualifikationen und Berufen angekündigt“ weiterlesen

Berufliche Bildung: Rascher Einstieg – aber mit 40, 45 sieht es anders aus.

Andreas Schleicher, in Deutschland und Australien ausgebildeter Mathematiker und Physiker. Er gilt als Erfinder der Pisa-Studie und hält von der Schweizer Sekundarstufe II nicht sehr viel: „Es stimmt, die Leute aus der Berufsbildung bekommt man schnell in Arbeit. Heute messen wir den Erfolg eines Bildungssystems aber am sozialen und gesellschaftlichen Erfolg eines Menschen über die Lebenszeit. „Berufliche Bildung: Rascher Einstieg – aber mit 40, 45 sieht es anders aus.“ weiterlesen

COMPASS, Zugang zu den Daten des Bundesamtes für Statistik

Ungefragt bekomme ich einen neuen Newsletter und erfahre:

„Via COMPASS können Sie von nun an Mikrodaten bestellen oder sich über
vierzehn grosse Umfragen des Bundesamtes für Statistik (BFS) informieren.

COMPASS verfügt über eine dynamische Webseite, die es Ihnen erlaubt die
Umfragen des BFS zu erkunden und zu vergleichen. Zudem stellt die Webseite
eine umfangreiche Dokumentation bereit.

Das Team von COMPASS antwortet gerne auf Ihre Fragen und ist Ihnen beim
Erhalten der Daten behilflich. Mehr Informationen über die Leistungen von
COMPASS finden Sie unter folgendem Link:

http://compass.unil.ch/FORS_COMPASS/?lang=de “

——–
Ich habe es versucht und bin gescheitert: Schöner Katalog, Vorstellung der Mitarbeitenden … aber den Zugang zu „Mikrodaten“ (was ist das wohl?) und Umfragen habe ich nicht gefunden. Aber vielleicht kommt’s noch …

Berufsbildung in Österreich

Das österreichische „Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft“ ibw hat die „Lehrlingsausbildung im Überblick“, Ausgabe 2009, publiziert. Knapp, klar und trotzdem differenziert werden grundlegende Daten in Grafiken und Tabellen publiziert. „Berufsbildung in Österreich“ weiterlesen

Österreich: Bewältigung der Tertiarisierung – eines von mehreren Postulaten an die Berufsbildung

Arthur Schneeberger vom Institut für Berufsbildungsforschung der Wirtschaft in Wien zeigt in seinem Beitrag auf, dass die Tertiarisierung das österreichische Berufsbildungssystem verändert. Er weist aber darauf hin, dass zwei andere Postulate ebenso viel Änderungsdynamik ins System bringen: die Realisierung des Grundsatzes “Kein Abschluss ohne Anschluss” und die Forderung, möglichst ‘allen’ Jugendlichen eine Berufsbildung zu vermitteln.

Weitere Beiträge zum Thema „Tertiarisierung“ sind angekündigt und werden, sobald sie eintreffen, auf der Startseite von www.panorama.ch angekündigt. Auch IHRE Meinung ist gefragt – bitte benutzen Sie dazu die Kommentarfunktion auf dieser Seite!
(PANORAMA.aktuell 25.8.2009)

Genf: Pilotprojekt Tertiarisierung

Tertiarisierung – ein Problem für unser Berufsbildungssystem? PANORAMA.aktuell hat Fachleute eingeladen, sich zu dieser Frage zu äussern, vgl. den bereits publizierten Beitrag von Schweri und Zbinden und die nachfolgende Meldung.

Die Entwicklungen in Genf könnten als Ideenwerkstatt und Pilotprojekt dienen, stellt Jacques Amos in seinem Beitrag zum Thema fest.
(PANORAMA.aktuell 25.8.2009)

Start von ERVET: Die neue wissenschaftliche Zeitschrift zur Berufsbildung

Die erste Ausgabe der internationalen Zeitschrift für wissenschaftliche Forschung über Berufsbildung ist unter dem Titel „Empirical Research in Vocational Education and Training“ (ERVET) im Frühjahr 2009 erschienen. Die Zeitschrift erscheint zweimal jährlich und enthält Berichte über wissenschaftliche Forschungen im Feld der Berufsbildung, Weiterbildung sowie der Erwachsenenbildung. Herausgeber der englischsprachigen Zeitschrift ist Stefan C. Wolter mit Unterstützung von einem international zusammengesetzten Beirat. www.ervet.ch
(2.7.2009)

Schweiz prüft „Pisa-Test“ für Lehrlinge

Die Schweiz entscheidet bis Ende Jahr, ob sie an einem in Europa geplanten Pisa-Test zur Berufsbildung teilnimmt. Nach dem vorliegenden Konzept werden zunächst vier Berufsfelder unter die Lupe genommen: Automobil-Mechatronik, der kaufmännische Bereich, Betreuung und Gesundheit sowie Automatik und Elektroinstallation, wie Claudia Zahner (BBT) zu einem Bericht in der deutschen «Wirtschaftswoche» sagte. Bisher sind Deutschland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Österreich und Slowenien an einer Teilnahme interessiert. Experten entwickeln derzeit Methoden, wie die Lernenden unter vergleichbaren Bedingungen getestet werden können.
(1.7.12009)

Untersuchung: Wer wenig verdient, wechselt eher

Sind Berufswechsel kurz nach Abschluss problematisch? Oder stellen sie ein harmloses Phänomen in einem Arbeitsmarkt mit hoher Mobilität dar? Eine neue Untersuchung von Jürg Schweri und Barbara Müller erlaubt erste Rückschlüsse auf Gründe und Auswirkungen von Berufswechseln. Sie zeigt: Wer während der Lehre unzufrieden ist, wechselt eher. Auch wenig Verdienende satteln öfter um.
Mehr dazu in der Ausgabe 3/09 der Zeitschrift Panorama. Bezug des Heftes und Abonnentmentsbestellungen: www.panorama.ch
(PANORAMA.aktuell 23.6.2009)

Wie man besser lehrt und lernt: Interview mit der Leitung des Leading Houses „Qualität der beruflichen Bildung“

Wie kann die Qualität des Lehrens und Lernens an Berufsfachschulen und in den Betrieben verbessert werden? Das ist die zentrale Frage für das Leading House „Qualität der beruflichen Bildung“. Fritz Oser, Sarah Heinzer (Universität Freiburg) und Romaine Schnyder (EHB Lausanne) erläutern im Interview mit PANORAMA.aktuell, wie sie vorgehen, um Antworten zu finden. „Wie man besser lehrt und lernt: Interview mit der Leitung des Leading Houses „Qualität der beruflichen Bildung““ weiterlesen

Bildungsforschung: Ein weiteres deutsches Portal

Seit einigen Jahren bietet das deutsche Bundesministerium für Berufsbildung mit der Literaturdatenbank Berufliche Bildung einen Recherchedienst an. Nun hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Online-Portal über die Förderaktivitäten des BMBF zur Umsetzung des Rahmenprogramms für die empirische Bildungsforschung und die Ergebnisse von Forschungsprojekten aktiv geschaltet. In der Schweiz bietet die SKBF einen ähnlichen Dienst an.
(PANORAMA.aktuell 9.6.2009)

OECD-Studie: Berufsbildungssysteme im Ländervergleich

Die im internationalen Vergleich konsequente schweizerische Ausrichtung des Berufsbildungssystems auf den Arbeitsmarkt wird durch die soeben erschienen Ländervergleiche der OECD anerkannt. Als besondere Stärke hebt der Bericht das Ausbildungsengagement der Wirtschaft und die gut funktionierende Verbundpartnerschaft zwischen Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt hervor. Bemängelt wird unter anderem die ungenügende Gleichstellung der Geschlechter.
OECD-Studie über die Berufsbildung in der Schweiz
OECD-Studie über die systemische Innovation in der Berufsbildung der Schweiz
Zusammenfassender Vergleich der Berufsbildung in der Schweiz, Australien, Korea, Norwegen, Schweden und Ungarn
(PANORAMA.aktuell 9.6.2009)

Evaluation der zweijährigen Grundbildung: Auftrag ausgeschrieben

Das BBT lässt die zweijährige Grundbildung EBA evaluieren. Die Evaluation soll untersuchen, ob die Ziele des neuen Ausbildungstyps erreicht werden und allfällige Verbesserungsmassnahmen aufzeigen. Offerten können bis am 30. Juni eingereicht werden, Mitte September 2009 wird der Auftrag vergeben. Die Evaluation soll Ende September 2010 abgeschlossen sein.
Pflichtenheft für die Evaluation
(PANORAMA.aktuell 26.5.2009)

Berufsaussichten: Mehrsprachigkeit, ein Trumpf

Ein Angestellter, der nur eine Sprache spricht, hat gegenüber seinem mehrsprachigen Kollegen ein doppelt so grosses Risiko, seine Arbeit zu verlieren. Gemäss Schlussbericht des Projekts LEAP (Fremdsprachen im Berufsleben), das vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) finanziert wurde, wirkt sich der Umstand, mehrere Sprachen zu kennen, auch auf die Lohnhöhe sehr günstig aus: Ein Westschweizer mit guten Deutschkenntnissen verdient im Schnitt 14% mehr, während ein Deutschschweizer, der gut Französisch kann, einen um 10% höheren Lohn bezieht. Insgesamt trägt die Mehrsprachigkeit 10% zur Wertschöpfung in der Schweiz bei.
(PANORAMA.aktuell ..)