Ein besonderer Ausbildungsverbund in Genf

Das Centre d’enseignement professionnel (CEP) UIG-UNIA in Genf ist einer der wenigen Ausbildungsverbünde in der Westschweiz. Er wird von der Union Industrielle Genevoise (UIG) und der Gewerkschaft UNIA getragen und aus Mitteln des Bundes, des Kantons, des kantonalen Berufsbildungsfonds (FFPC) und der UIG finanziert.

Jugendliche, die sich für einen MEM-Beruf interessieren werden vom CEP getestet (jährlich 130-150 für die 35-40 Plätze), anschliessend erhalten alle beteiligten Firmen deren Unterlagen. Sie stellen sie an, der Lehrvertrag lautet also von Anfang an auf die Lehrfirma. Im ersten Jahr lernen sie jedoch seit 1992 in den Räumen des CEP (Basislehrjahr). Später besuchen sie dort die überbetrieblichen Kurse und eine Vorbereitung auf die LAP. Im 3. und 4. Lehrjahr absolvieren sie Praktika in anderen Firmen des Verbunds um eine breitere Ausbildung zu erhalten. Während drei bis vier Halbtagen pro Woche besuchen sie die kantonale Berufsfachschule CEPT, zusammen mit den Jugendlichen, die in der Lehrwerkstätte des CEPT ihre praktische Ausbildung absolvieren, wobei sie auch praktische Kurse in der sehr gut ausgestatteten Lehrwerkstätte des CEPT absolvieren.

Jacques Amos hat das CEP besucht: „Ein besonderer Ausbildungsverbund in Genf“ weiterlesen

NE: neue Regelung für Berufsbildungsfonds

(jf) Am 25. Februar 2010 hat der Neuenburger Grosse Rat einer Änderung des Gesetzes über den Berufsbildungsfonds (Fonds pour la formation et le perfectionnement professionnel FFFP) genehmigt. Bis jetzt zahlten die Unternehmen CHF 35.- pro beschäftigte Person. Mit dem neuen Berechnungsmodus entrichten sie einen Beitrag von einem Promille der Lohnsumme. Dies führt zu einer administrativen Vereinfachung.

(Panorama.aktuell)

Expertengruppe Berufsbildungsfonds arbeitet an Verbesserungen

Das BBT hat in einer externen Studie die Wirkung der allgemeinverbindlich erklärten Berufsbildungsfonds untersuchen lassen. Die Studie zeigt Stärken und Schwächen der heutigen Regelung und des Vollzugs auf und formuliert Empfehlungen zur Optimierung. Die Fonds selbst werden von den Stakeholdergruppen übereinstimmend positiv wahrgenommen, weil sie die Solidarität innerhalb der Branche fördern. Kritischer äussert sich die Studie zu Fragen der Effizienz, Transparenz und Gerechtigkeit. Eine vom BBT eingesetzte Expertengruppe ist nun daran, die in der Studie aufgezeigten Verbesserungsvorschläge umzusetzen. In einem ersten Schritt wurden konkrete Handlungsfelder definiert, wie zum Beispiel die Branchenabgrenzung, die Beitragserhebung, die Mittelverwendung und die Berichterstattung. Die Resultate der Arbeiten werden im Verlauf des nächsten Jahres publiziert.
Weitere Informationen: http://www.bbt.admin.ch/themen/berufsbildung/00463/01014/index.html?lang=de

SG: Kantonsrat will keinen kantonalen Berufsbildungsfonds

Der Kantonsrat des Kantons St.Gallen hat in seiner Juni-Session die Lehrstelleninitiative der Jungsozialisten, mit der die Schaffung eines kantonalen Berufsbildungsfonds gefordert wird, mit 79 zu 21 Stimmen abgelehnt. Ausschlaggebendes Argument war das hohe Engagement der Wirtschaft in der dualen Berufsbildung, das nach Meinung der Ratsmehrheit mit der administrativen und finanziellen Belastung eines kantonalen Berufsbildungsfonds eher gefährdet als zusätzlich gefördert würde. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich im September 2009 statt.
Weitere Informationen: ruedi.giezendanner@ed-abb.sg.ch.
(PANORAMA.aktuell 9.6.2009)

TI: Kantonaler Berufsbildungsfonds verabschiedet

Der grosse Rat des Kantons Tessin hat am 16. März die Einrichtung eines kantonalen Berufsbildungsfonds beschlossen. Der Fonds soll am 1. Januar 2010 in Kraft treten. Ausgestattet mit einem staatlichen Vorschuss von 6 Millionen Franken soll er ausbildende Betriebe finanziell entlasten. Alimentiert wird er durch eine Abgabe aller Tessiner Betriebe, die zwischen 0,9 und 2,9 Promille ihrer Lohnsumme betragen soll. Der genaue Prozentsatz wird jährlich von einer Kommission bestimmt. Bis am 8. Mai läuft die Referendumsfrist. Bisher wurde keine Opposition angekündigt.
Mehr Information
(PANORAMA.aktuell 31.3.2009)

SO: Regierung lehnt die Schaffung eines kantonalen Berufsbildungsfonds ab

Der Solothurner Regierungsrat sieht keinen Bedarf für einen kantonalen Berufsbildungsfonds. Das schreibt er in einer Stellungnahme zu einer Interpellation der SP. Die bereits getroffenen Massnahmen zur Erweiterung des Lehrstellenangebots werden als erfolgreich beschrieben. Im Jahr 2008 wurden rund 2400 neue Lehrverhältnisse abgeschlossen, damit habe sich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt deutlich entspannt.
(PANORAMA.aktuell 31.3.2009)

SG: Regierung lehnt Lehrstelleninitiative ab

In einem Bericht an den Kantonsrat stellt die Regierung des Kantons St. Gallen fest, dass sie keinen kantonalen Berufsbildungsfonds will, wie ihn die Lehrstelleninitiative der Juso und SP fordert. In der Begründung heisst es, dass sich die bisherige Berufsbildungspolitik des Kantons St. Gallen gut bewährt habe und die Initiative das grosse Engagement der Wirtschaft für die Nachwuchsförderung gefährde. Pressemitteilung
(PANORAMA.aktuell 3.3.2009)