50% der Jugendlichen verlieren 1 Jahr bei der Nahtstelle I

Ënde Schuljahr 2007/08 haben 84’600 Jugendliche die obligatorische Schule verlassen (sog. Schulabgänger/innen). Zu Beginn des Schuljahrs 2008/09 sind 108’450 in das erste Jahr einer beruflichen Grundbildung,einer gymn. Maturitätsschule oder einer Fachmittelschule eingetreten. Weitere 19’800 haben eine „Übergangsausbildung“ angetreten. (Szenarien Sek II, S. 49).
Wie ist das möglich?
Das Bundesamt für Statistik schreibt dazu: „Da viele Jugendliche mehrmals eine nachobligatorische Ausbildung beginnen, beträgt der Quotient (Lernende des 1. Jahres der Sekundarstufe II) / (Abgänger/innen der 9. Klasse) im Jahr 2007 128% für die drei zertifizierenden Bildungswege und 150% unter Einbezug der Übergangsausbildungen.“ (Szenarien Sek II, Fussnote S. 7)

Anders gesagt: Bildungswesen und Wirtschaft müssen 50% oder rund 42’000 Ausbildungsplätze mehr einrichten (und finanzieren) als dies bei einem problemlosen Durchgang notwendig wäre.

E. Wettstein

Quellen: Szenarien 2009-2018 für die Sekundarstufe II“ sowie Mai L. Gaillard, 20.1.09